Wie können Sie Empathie trainieren?
1. Üben Sie aktives Zuhören. Seien Sie neugierig und zeigen ehrliches Interesse.
2. Beobachten Sie die Körpersprache. Sie verrät viel über die innere Welt des Anderen.
3. Fragen Sie sich wie es IHNEN mit der Körperhaltung, Mimik, Gestik etc. des Gegenübers ergehen würde. Das hilft Ihnen, sich in die Situation des Anderen einzufühlen und ihn besser zu verstehen.
4. Stellen Sie offene Fragen. Beginnen sie Fragen mit, wo, was, wie, wodurch etc. Dadurch wird der Andere eingeladen mehr von sich zu erzählen und das Gespräch beginnt zu fließen.
5. Beobachten Sie ihre eigene innere Haltung und Intension. Das ist wichtig, gerade dann, wenn das Gespräch zäh oder Anstrengend wird. Wenn Ihnen ihre innere Absicht bewusst wird können sie darüber reflektieren und sie gegebenen falls ändern.
6. Beschäftigen Sie sich mit der Charakterpsychologie. Dieses – als Landkarte genutztes- Wissen erleichtert Ihnen das Verständnis für die Welt des Anderen. Sie können ihne besser annehmen und ihn abholen wo er ist.
Einfühlungsvermögen ist eine Frage des Trainings. Ganz oben auf der Liste steht das „ aktive Zuhören“. Das bedeutet, Menschen interessiert und neugierig zuzuhören, um deren Motive und Beweggründe zu erfahren. Sinnvoll ist es auch die Körpersprache unserer Mitmenschen zu verstehen. Der Körper spiegelt unbewusste Gedanken und Gefühle wieder. Die Botschaften des Körpers müssen nicht unbedingt mit dem Gesagten übereinstimmen. Wenn wir uns vorstellen wie es sich anfühlen würde, wenn die Körperhaltung, Mimik, und Gestik unsere wäre, bekommen wir ein besseres Verständnis für die momentane Lage des Anderen. Es empfiehlt sich auch neue Fragetechniken auszuprobieren. Geschlossene Fragen, die als Antwort nur ein „JA“ oder „Nein“ zulassen, sind weniger hilfreich, um ein Gespräch am Laufen zu halten. Offene Fragen, ( z.B. was, warum, wodurch, wie, wo etc.) die eine Fülle an Antwortmöglichkeiten offen lassen, geben dem Anderen das Gefühl des ehrlichen Interesses und der Anteilnahme.
Gleichzeitig bekommt der Zuhörer einen umfassenden Überblick über das innere Erleben des Gesprächpartners. Eine große Hilfe stellt auch das Wissen um die Charaktertypologien dar. Sei es der schizoide -, der orale -, der rigide -, der masochistische – oder der psychopatische Charakter. Diese Typologien dienen als Landkarte, um sich besser auf sein Gegenüber einzustellen. Zu ahnen, aus welchem Blickwinkel er schauen könnte und wo möglicherweise seine Defizite, aber vor allem auch Potenziale, liegen können. Sie dienen nicht dazu, den Menschen in eine bestimmte Schublade einzuordnen. Kein Mensch ist gleich und wirkliche Empathie beruht darauf, den Menschen in seiner Einzigartigkeit kennen- und verstehen zu lernen. Wenn man aber die Charaktereinteilung als Wegweiser versteht, ist das ein wahres Geschenk in Sachen Menschenkenntnis. Horchen sie hin und wieder in sich hinein, wie es ihnen während des Gespräches geht.
„Richtig verheiratet ist der Mann erst dann, wenn er jedes Wort versteht, das seine Frau nicht gesagt hat.“( Alfred Hitchcock)
